2017




27.05.2017

Auflug an die Mosel


Nachlese zum Ausflug an die Mosel. Zum Bericht als PDF.



15. bis 18.06.2017

Westerwaldtour

Oh du schöner Westerwald,
den haben Mitglieder und Freunde des Waldbauverein Ganerb in vier Tagen erlebt.

Mit dem Waldbauernfrühstück auf dem Rastplatz Moselblick begann die abwechslungsreiche Fahrt. Beim anschließenden Besuch des Keramikmuseums in Höhr-Grenzhausen konnten sich die Gäste von den vielen Möglichkeiten der Tonverwendung überzeugen lassen. Schwerpunkt ist die Ständige Sammlung des in der Kannenbäckerregion rund um Höhr-Grenzhausen gefertigte Salzglasierte Steinzeug.



Im Landschaftsmuseum Westerwald in Hachenburg konnten wir das bäuerliche Wohnen und Arbeiten, wie es im Westerwald lange Zeit bis um 1960 üblich war, erleben. Eine Scheune, ein Backhaus sowie eine Ölmühle führen die bäuerliche Eigenversorgung vor Augen.
Vor der Fahrt zum Wildparkhotel in Bad Marienberg konnten die Gäste im Cafe Klein deren guten Kaffee und Kuchen genießen.

In der Fachwerkstadt Herborn an der Dill, wurden wir "unterhaltsam durch die schöne Alt-stadt" geführt. Die romantische Stadt am Fuße des Westerwaldes gehört zu den besterhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen Deutschlands. Ein Highlight ist die Hohe Schule. Sie war eine universitätsähnliche deutsche Hochschule, die von 1584 bis 1817 bestand. Der Landesherr, Graf Johann VI. von Nassau-Dillenburg, gewährte seinen Studenten zwei warme Mahlzeiten und drei Liter Dünnbier am Tag. Hier rührt auch der Begriff "Nassauern" her.



Am Nachmittag wurde die Burg Greifenstein, - 13. Jhrdt.,  die Glockenwelt -2012 eröffnet-  und die Barockkirche -1683-1702- mit den Kasematten besucht. Die Burgruine wurde 1969 durch Schenkung des letzten Fürsten zu Solms-Braunfels an den neu gegründeten Greifenstein-Verein eV übergeben. Im Geschützturm(1620) ist das Bollwerk "Die Glocke" - Glockenwelt Burg Greifenstein" mit ca. 100 Glocken untergebracht. Die älteste Glocke ist aus dem 11. Jahrhundert.



Mit einer Führung durch die Birkenhof Brennerei in Nistertal und einer elfteiligen Schnapsprobe, bei der auch der "Westerwälder Basaltfeuer mit 56 % alc. serviert wurde, klang der Tag in gemütlicher Runde aus.

Wetzlar mit seinem unfertigen Dom versteht sich als Optikstadt. Die Anfänge wurden 1849 mit der Gründung des "Optischen Instituts" durch Carl Kellner gelegt. Wetzlar ist auch die Wiege der Kleinbildfotografie. Mit einer genialen Idee schuf Oskar Barnack das Kleinbildformat für seine legendäre Leica, die 1925 als Leica I. in die Serienproduktion ging. Eine kleine literarische Gedenkstätte ist das Jerusalemhaus. In einer Zwei-Zimmer-Wohnung schied 1772 der Legationssekretär Karl Wilhelm Jerusalem freiwillig aus dem Leben. Goethe kannte den jungen Juristen persönlich und nahm an seinem Tod großen Anteil. Goethes Aufenthalt in Wetzlar galt juristischen Studien am Reichskammergericht, dem damals obersten Gericht des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. (ehemals Speyer)



Die gotische Westfassade des Doms ist offenbar unfertig; der geplante linke Turm gelangte nie über das Sockelgeschoss hinaus. Der Rest einer bedeutenden spätromanischen Basilika aus dem 12. Jhrdt., die Stift und Stadt zugunsten eines noch imposanteren Kirchenneubaus abbrechen wollten, ist als "Dom im Dom" hinter der Fassade sichtbar.

Zum Tagesabschluss wurde bei der Kristallhöhle Kubach das interessante Freilicht-Steinemuseum in Augenschein genommen. Die Kristallhöhle, höchste Halle aller deutschen Schauhöhlen, wurde wegen der 456 Stufen, Temperatur 9° und 90 % Luftfeuchtigkeit nicht besichtigt.

Der Besuch der Domstadt Limburg war das I-Tüpfelchen der Viertagefahrt. Die Stadtführer informierten über die Geschichte der Stadt und  deren wunderbaren und altehrwürdigen Fachwerkhäuser. Dem St. Georgs Dom, innerhalb der Burganlage und dem "bischöflichen Palais" galten das besondere Interesse. Der Dombau wurde um 1206 begonnen und 1235 fertig gestellt. Der Dom ist eines der faszinierendsten Sakralgebäude des europäischen Hochmit-telalters. Die Altstadt ist einer der wenigen unzerstörten mittelalterlichen Stadtkerne Deutschlands und beherbergt Kostbarkeiten: eines der ältesten Fachwerkhäuser Deutschland, der Römer 2-4-6. 1289 wurde dass gotische Hallenhaus gebaut.



Nach einer zweistündigen Schifffahrt auf der Lahn bei Kaffee und Kuchen ging es auf die Heimreise in das Spargeldorf Dudenhofen. Für die schöne, abwechslungsreiche, informative und gut organisierte Reise wurde Emil Münzer mit viel Lob bedacht. Nächstes Jahr geht die Reise in die Rhön und an die Mainschleife. (mün)

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